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BehandlungUrsprünglich wurden für die Akupunktur edle Gold- oder Silbernadeln verwendet, denen man aufgrund ihres Materials eine besondere Wirkung zuschrieb. Im Westen wird nahezu ausschließlich, auch aus Gründen der Hygiene, mit Einweg-Stahlnadeln behandelt, die dünner sind als Nadeln aus Gold oder Silber. Die Dicke einer solchen Stahlnadel entspricht in etwa der eines kräftigen Haares, wodurch die Akupunkturstiche weit weniger schmerzhaft sind als die mit den herkömmlichen Nadeln. Die Nadeln werden gerade oder schräg eingestochen, manchmal gedreht oder auf und ab bewegt, um den Reiz zu verstärken. Bei akuter Erkrankung ist die Nadelbewegung stärker, bei chronischen Erkrankungen wird sie kaum oder gar nicht bewegt.
Nach dem Einstich macht sich - ähnlich wie bei einer Reiki-Behandlung - ein Wärmegefühl oder ein Kribbeln im Bereich des Akupunkturpunktes bemerkbar. Das wird "De-Qi-Gefühl" genannt. Seine Intensität hängt davon ab, wie gut der Punkt getroffen wurde und wie stark die Nadel bewegt wird. Da die Meridiane wie Leitbahnen verstanden werden, können zum Beispiel zur Behandlung von Augenkrankheiten auch Punkte am Fuß behandelt werden, das heißt, das Wärmegefühl oder ein Kribbeln wird am Fuß verspürt. Eine Behandlung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten bei liegender Haltung des Patienten. Bei akuten Erkrankungen sind oft nur ein bis zwei Behandlungen nötig. Bei chronischen Erkrankungen muss man mit 10 bis 20 Sitzungen rechnen, ein- bis zweimal pro Woche.
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