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Ohrakupunktur
Diese Form der Akupunktur geht davon aus, dass der gesamte menschliche Körper in der Ohrmuschel "abgebildet" ist. Dabei stellt man sich einen nach unten liegenden Embryo vor. Auf dem Ohrläppchen liegt der Kopf mit dem Augenpunkt - meist die Stelle von Ohrringlöchern. Die Wirbelsäule biegt sich der äußeren Knorpelfurche des Ohres entlang hoch, im oberen Teil des Ohres befinden sich die angewinkelten Beine, die Organe liegen im Inneren der Ohrmuschel. Da die über 100 Akupunkturpunkte des Ohres sehr nah beieinander liegen und sehr empfindlich sind, ist punktgenaues Stechen mit extradünnen Nadeln notwendig. Mit Hilfe einer Metallsonde kann herausgefunden werden, welche Punkte empfindlicher und damit "gestört" sind. An diesen Punkten ist der elektrische Hautwiderstand verändert und an der Testsonde leuchtet ein Lämpchen auf. Bei körperlicher Erkrankung wird oft nur das rechte Ohr, bei psychosomatischen das linke behandelt (bei Linkshändern umgekehrt).
Eine Ohrakupunktur wirkt meist intensiver und schneller als die herkömmliche Akupunktur und wird vor allem bei akuten Erkrankungen und als Schmerztherapie eingesetzt. Muskelverspannungen können sich reflexartig innerhalb weniger Minuten lösen. Auch bei Suchterkrankungen und seelischen Störungen wird die Ohrakupunktur angewandt. Bei inneren und vor allem chronischen Erkrankungen ist allerdings die Körperakupunktur erfolgreicher.
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Ohrakupunktur wird als eigenständiges oder ergänzendes Verfahren angewendet. Auch hier gilt eine Behandlungsdauer von 20 bis 30 Minuten. In einzelnen Fällen können Dauernadeln gesetzt werden; das verstärkt die Wirkung. Es handelt sich hierbei um winzige Stahlnadeln, die mittels Heftpflastern aufgeklebt werden und über mehrere Tage getragen werden können. In neueren Verfahren werden die Ohrakupunkturpunkte auch mittels Strom, Erwärmung oder Laser stimuliert.