AKUPRESSUR (Hilfe bei Krankheit & Körperlichen Störungen durch TCM )

Wirkungsweise


Die Akupunktur wurde im Westen zunächst als Scharlatanerie abgetan. Da ihre Erfolge auf Dauer nicht zu übersehen waren, begann die Wissenschaft, die Wirkmechanismen zu erforschen. Studien an der Privatuniversität Witten-Herdecke zeigten in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts, dass unter dem Mikroskop winzige Bündel von feinen Nerven und Gefäßen an den Akupunkturpunkten sichtbar werden.


Bei der Behandlung von Schmerzen und Verspannungen macht man sich unter anderem die unterschiedlich schnelle Leitfähigkeit der Nervenzellen zunutze. Indem die rasch leitenden Nervenfasern der Haut aktiviert werden und Signale an das Gehirn abgeben, wird vorübergehend die Schmerzwahrnehmung in anderen Körperteilen blockiert. Dadurch können sich schmerzhafte Verspannungen lösen. Darüber hinaus werden durch den Reiz der Akupunkturnadeln Endorphine im Körper ausgeschüttet. Diese Botenstoffe, in ihrer chemischen Zusammensetzung dem Morphium ähnlich, dämpfen das Schmerzempfinden.

 


Das vegetative Nervensystem steuert die Organfunktionen des Körpers über eine  Verbindung zwischen Gehirn und Organ. Ein Teil der Nerven verläuft innerhalb der Wirbelsäule und verlässt zwischen den Wirbelkörpern den Wirbelkanal. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Austrittsstellen den Akupunkturpunkten auf dem Blasen-Meridian entsprechen.

Außerdem bewirkt - wie Studien belegen - die Akupunktur eine Steigerung der körperlichen Abwehrkräfte durch einen Anstieg der Abwehrzellen im Blut.

Der deutsche Arzt Dr. Voll stellte fest, dass an den Akupunkturpunkten der Hautwiderstand reduziert ist und gemessen werden kann. Er entwickelte aus dieser Erkenntnis eine Diagnose- und Therapiemethode - die Elektroakupunktur nach Voll.

Während in Asien der Wirkmechanismus der Akupunktur nach wie vor als energetisch-qualitative Lebenskraft-Konzepte verstanden wird, gibt die westliche Forschung der biologisch-quantitativen Deutung als Reiz-Reflextherapie den Vorrang.

In 80 Prozent der Fälle bringt die erste Behandlung mit Akupunktur eine leichte Besserung, die zweite und dritte kann zu einer Steigerung der Symptome führen. Dieser Zustand einer Erstverschlimmerung zeigt an, dass der Körper auf die Behandlung anspricht und ist auch aus anderen Naturheilverfahren bekannt (z. B. aus der Homöopathie). Ab der vierten Sitzung tritt zunehmend eine Besserung ein, bis zur endgültigen Heilung.

Rund 15 Prozent der Behandelten zeigen nach ein bis zwei Behandlungen eine spontane Besserung, sprechen danach aber nicht mehr auf die Akupunktur an. Sie sind meist durch Akupunktur allein nicht zu heilen. Bei zwei bis drei Prozent tritt die Erstverschlimmerung bereits nach der ersten Behandlung ein, die Beschwerden werden dann oft nur langsam schwächer. Und zwei Prozent der Behandelten sprechen gar nicht auf die Akupunktur an. In diesen Fällen wird vermutet, dass die Selbstheilungskräfte bereits zu schwach sind, um wieder angeregt zu werden.